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Organisch Düngen

Die klassische Methode, organischen Dünger selbst herzustellen, ist der Komposthaufen. Komposthaufen bestehen aus biologisch abbaubaren Substanzen, in den meisten Fällen aus Garten- und Küchenresten. Wird ein Komposthaufen richtig angelegt, bietet er einen Wohnplatz für zahlreiche Insekten, die die Abfallprodukte mit der Zeit zersetzten, in Humus umwandeln und dadurch einen hervorragenden, biologischen Dünger produzieren.

Folgendes muss beachtet werden, wenn der Kompost als organisches Düngemittel dienen soll: Zuerst muss man ca. 20 bis 30 cm hoch alle möglichen, abbaubaren Substanzen übereinander schichten. Wichtig bei dieser Grundschicht ist, dass man auf gekochte Essensreste, vor allem auf Fleisch verzichtet. Außerdem sollten nur pestizidfreie Küchenabfälle auf dem Komposthaufen entsorgt werden.

Damit der Komposthaufen gut durchlüftet wird, müssen die organischen Abfälle dieser ersten Schicht mit trockenem Laub, Holzresten und Reisig angereichert werden. Anschließend kommt eine Schicht aus Kalkmehl über die Grundschicht des Komposthaufens. Darüber gibt man nun tierische Abfallprodukte wie Jauche oder Hornmehl. Zum Abschluss kommen noch einige Zentimeter lehmhaltige Erde über das Ganze.

Die unterschiedlichen Schichten sollten abschließend noch gut vermischt werden – am besten mit einer Harke oder einer Mistgabel. Wichtig ist außerdem, dass der Misthaufen immer schön feucht ist. Nach einigen Wochen schon wird man seine Pflanzen mit dem garantiert biologischen Kompostdünger versorgen können.

Wem der ganze Aufwand allerdings zu groß ist, der kann sich auch bereits fertig abgemischten, organischen Dünger im Handel besorgen. Vor allem Guano, aber auch Knochen-, Fisch- oder Blutmehl werden in den meisten Gartencentern angeboten. Allerdings sind diese industriell verarbeiteten biologischen Dünger meist recht teuer.

Die günstige Alternative: viele Bauernhöfe verkaufen oder verschenken ihren Stallmist. Gerade beim biologischen Düngen mit Pferde- oder Schafmist muss man jedoch vorsichtig sein, da diese Naturdünger im frischen Zustand einen hohen Ammoniak-Gehalt haben. Sobald sich der Mist allerdings leicht zersetzt hat, hat man ein perfektes Düngemittel, dass sich gerade bei der Einsaat von Pflanzen bewährt.

Prinzipiell versteht man unter organischem Dünger Düngemittel, die aus natürlichen Abfallprodukten tierischen oder pflanzlichen Ursprungs bestehen. Organisches Düngen führt dazu, dass das Wurzelwachstum der Pflanzen gefördert wird. Außerdem spricht man davon, dass biologische Düngemittel den Boden aktivieren und dessen Struktur verbessern.

Zwar dauert es lange, bis der organische Dünger zu wirken beginnt, dafür versorgen natürliche Dünger den Boden für längere Zeit mit Nährstoffen, so dass man sie auch als Langzeitdünger bezeichnen kann. Anders wie bei mineralischen Düngern kann der Boden beim organischen Düngen außerdem nicht durch eine Überdüngung belastet werden. Grund dafür ist, dass die Nährstoffe der organischen Düngemittel nur langsam von Insekten ins Erdreich getragen werden. Die Mineralien werden beim organischen Düngen also nur nach und nach freigesetzt.