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Guano-Dünger

Der Guano-Dünger hat eine lange Vorgeschichte: so entdeckten die Ureinwohner Perus erstmals das Düngemittel Guano, welches lediglich aus dem Kot der Seevögel bestand. Übersetzt bedeutet Guano deshalb nichts anderes als 'Dung'.


Nachdem das organische Guano-Düngemittel vermutlich schon über Jahrhunderte hinweg von der peruanischen Bevölkerung verwendet wurde, entdeckte es der Rest der Welt schließlich auch – allerdings erst Mitte des 19. Jahrhunderts. Von nun an wurden die kalkhaltigen Guano-Ablagerungen, welche sich über mehrere Jahrhunderte hinweg angesammelt hatten, vermehrt abgetragen und ein reger Handel mit den nährstoffreichen Vogelexkrementen begann.

Unweigerlich führte der immer weiter ansteigende Bedarf an den phosphor- und stickstoffhaltigen Guano-Ablagerungen dazu, dass die peruanische Insel zunehmend rücksichtsloser bearbeitet wurde – unter anderem auch während der Brutzeit der dort ansässigen Vögel. Auf Grund des rücksichtslosen und schnellen Guano-Abbaus kam es bald dazu, dass die Rate an neugebildetem Guano extrem zurückging und man auf alternative tierische Exkremente, beispielsweise Fledermaus-Guano, und andere Küstenabschnitte zugreifen musste.

Mittlerweile hat sich der Abbau des Guano allerdings normalisiert – die sehr in Mitleidenschaft gezogene Küste Perus hat durch den Export einen heftigen Aufschwung erlebt und die Vogelexkremente werden nun mit wesentlich mehr Vorsicht gewonnen. Heutzutage ist Guano ein wichtiger Bestandteil vieler Düngemittel.


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