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Biologischer Anbau

Biologische bzw. ökologische Anbauformen zeichnen sich dadurch aus, dass sie versuchen, landwirtschaftliche Erzeugnisse möglichst naturschonend herzustellen. So wird beim ökologischen Anbau im Gegensatz zur konventionellen Landwirtschaft völlig auf Gentechnik und chemische Zusatzstoffe wie Düngemittel, Wachstumsförderer oder Pestizide verzichtet.

Statt dessen setzt biologischer Anbau auf naturnahe Methoden – beispielsweise auf eine vom Hof versorgbare, kleine Tiermenge, deren Mist zur Düngung der Äcker verwendet wird. Weiterhin wird innerhalb der ökologischen Landwirtschaft in der Regel Wert auf eine abwechslungsreiche Fruchtfolge gelegt.

Das bedeutet, dass in jedem Jahr verschiedene Feldfrüchte angebaut werden, so dass sich der Boden erholen kann und die Vermehrung von Schädlingen, sowie die Unkrautbildung weniger leicht möglich ist. Somit zeigt sich, dass ökologische bzw. biologische Landwirtschaft darum bemüht ist, den Naturkreislauf zu wahren und nach Möglichkeit kaum in diesen einzugreifen.

Die biologische Landwirtschaft wird in zwei Unterformen gegliedert. So muss man die 'biologisch-dynamische Wirtschaftsweise' und den 'organisch-biologischen Landbau' voneinander unterscheiden. Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise zeichnet sich dadurch aus, dass sie auf der anthrosophischen Lehre begründet wurde. Außerdem stellte sie den Anfang des ökologischen Anbaus dar.

Der organisch-biologische Landbau wurde ein paar Jahre später ins Leben gerufen. Dieser legt vor allem auf einen gesunden Boden großen Wert. So muss beim Pflügen des Bodens streng darauf geachtet werden, dass die einzelnen Bodenschichten nicht durcheinander geraten. Um eine einseitige Bodennutzung zu vermeiden, wird in dieser Unterform des biologischen Anbaus besonders viel Wert auf die bereits oben erwähnte Fruchtfolge gelegt. Weiterhin wird die Bodenpflege innerhalb des organisch-biologischen Anbaus durch die Zufuhr natürlicher Düngesubstanzen betrieben.