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Überdüngung

Eine Überdüngung ist eher die Regel als die Ausnahme im heimischen Wohnzimmer, da erstens zu oft gegossen wird und zweitens zu viel Dünger verwendet wird.

Dadurch reichert sich der Dünger immer stärker im Nährmedium an und greift schließlich die Wurzeln an, so dass die Pflanze sich erst verfärbt und dann abstirbt, falls nichts unternommen wird.

Zu vermeiden sind vor allem zu häufige und zu starke Düngergaben. Die Blumenerde, in der Pflanzen aus dem Baumarkt oder der Gartenhandlung gekauft werden, ist meistens schon gedüngt, daher sollte man zu Beginn vorsichtig mit starken Düngergaben sein.

Das Gießen sollte nur dann erfolgen, wenn die Erde oberflächlich ausgetrocknet ist - ca. 1cm tief - dann wieder gießen.
Regelmäßigkeiten wie 2x die Woche sollten dabei unbedingt vermieden werden, da die Umgebungstemperatur der Pflanze und die Vegetationsphase zu starken Schwankungen im Wasserbedarf führen und damit auch oftmals Schwankungen im Nährstoffbedarf nach sich ziehen.
Immer mit dem Finger testen, ob die Pflanze schon wieder Wasser benötigt.

Sollte einmal zu viel gegossen worden sein - Wasser steht im Übertopf oder im Blumentopf-Untersetzer - dann muss dieses Wasser ausgeleert werden, auf keinen Fall stehen lassen.

Die Angaben der Düngerhersteller auf Flaschen sind meistens Richtwerte und können je nach Pflanzenart stark von diesen Werten abweichen. Im Zweifelsfall besser weniger düngen. Natürlich macht es auch einen Unterschied, ob man seine Pflanzen im Erdboden, im Blumentopf oder auch z.B. in einem Pflanzsack anbaut. Beim Heranexperimentieren sich also lieber von vorsichtiger Dosierung aus heranexperimentieren.

Wenn die Pflanze trotzdem nicht wachsen will, oder Verfärbungen an den Blättern zeigt, kann man noch den EC-Wert oder den pH-Wert messen - wenn der pH Wert zu niedrig oder zu hoch ist kann die Pflanze z.B. keine Nährstoffe mehr aufnehmen. Normalerweise sollte der pH Wert zwischen 5,5 und 6,5 liegen. Selten darüber oder darunter wie z.B. bei Moorpflanzen oder Tonböden.